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[14]: Prospektive Fall-Kontroll-Studie mit 182 Patienten, die sich 12 - 85 Monate (durchschnittlich 42,5 Monate) zuvor einer endoskopischen Nebenhöhlenoperation unterzogen hatten. Diese 182 hatten sich auf schriftliche Anfrage an 566 der zwischen 1987 und 1993 operierten Patienten bereit erklärt, an der Untersuchung teilzunehmen. Die Untersuchung bestand aus einer umfangreichen Befragung und einer endoskopischen Untersuchung. Die Patienten wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, Patienten mit einer deutlichen Besserung nach der Operation (77% der Patienten) sowie jene mit keiner oder nur geringer Besserung (23%). Die Häufigkeit von Rauchen, Nasenpolypen, Asthma oder Allergien unterschieden sich in beiden Gruppen nicht signifikant. Der einzige präoperative prognostische Faktor waren Symptome eines gastroösophagealen Refluxes, der bei nicht erfolgreicher Operationen signifikant häufiger war (41% gegenüber 20 % bei erfolgreicher Op).
[15]: Fall-Kontroll-Studie mit 13 Kindern zwischen 1 Monat und 12 Jahren (durchschnittlich 33,6 Monate) mit chronischer oder häufig rezidivierender Rhinitis bzw Rhinopharyngitis sowie 18 Kontrollkinder zwischen 1,5 Monaten und 10 Jahren (durchschnittlich 37,4 Monate) ohne nasopharyngeale Symptome oder Pathologien.
Bei den erkrankten Kindern fanden sich erniedrigte pH-Werte im Nasenrachen mittels nasopharyngealer pH-Metrie (12). Der niedrigste pH in der Gruppe der 13 erkrankten Kinder betrug 3,51 +/- 1,6, der Anteil der Zeit mit einem pH unter 6.0 18,70 +/-20,36%. Bei den 18 gesunden Kindern der Kontrollgruppe betrugen die Werte 5,11 +/- 1,59 bzw. 1,07 +/-2,82%. Die Unterschiede waren jeweils signifikant.
[16]: Pilotstudie mit 19 Patienten mit chronisch therapierefraktärer Sinusitis, die hinsichtlich einer möglicherweise bestehenden GERD untersucht wurden. 18 Patienten waren an den Nebenhöhlen voroperiert. 14 Patienten (78%) hatten einen pathologischen GER. 12 dieser Patienten (67%) zeigten nach Antirefluxtherapie (12x Protonenpumpeninhibitoren PPI, 4x PPI + prokinetische Medikamente, 2x Nissen Fundoplikatio) und einer Nachbeobachtungszeit von durchschnittlich 5,8 Monaten (Spannweite 1 Woche bis 12 Monate) eine Verbesserung der Beschwerden, in 4 Fällen ausgeprägt.
[17]: Prospektive Fall-Kontroll-Studie an 11 Patienten mit chronisch therapierefraktärer Sinusitís und 19 Patienten mit GERD. Die Patienten mit chronischer Sinusitis waren intensiv konservativ therapiert sowie an den Nebenhöhlen operiert worden. Sie erhielten 2x20 mg Omeprazol für 12 Wochen. Die Ergebnisse der Ösophagusmanometrie und der 24-Stunden-pH-Metrie ergaben in beiden Gruppen ein nahezu identisches Ergebnis. Nur die Säureexposition im distalen Ösophagus in liegender Position war bei den GERD-Patienten größer. 9 von 11 der Sinusitispatienten hatten einen pathologischen GER. Die einzelnen Beschwerden sowie die Gesamtzufriedenheit waren bei der Mehrzahl der Patienten nach 8 Wochen gebessert und blieben es auch weiterhin. Dramatische Verbesserungen waren selten (11-38 % bzw. 18%). Insgesamt fand sich eine hohe Prävalenz eines GER bei Patienten mit chronisch therapieresistenter Sinusitis sowie ein wechselhaftes Ansprechen einzelner Symptome auf die dreimonatige Omeprazolbehandlung. Die Verbesserung endoskopischer Befunde lief nicht parallel zur symptomatischen Veränderung.
[18]: Prospektive Studie mit insgesamt 51 Kindern mit Problemen im Bereich der oberen und unteren Atemwege, die mittels pH-Metrie und bronchoalveolärer Lavage hinsichtlich eines gastroösophagealen Refluxes untersucht wurden. Nicht alle Kinder wurden vollständig untersucht. 6 von 11 Kindern mit chronischer Rhinitis / Sinusitis / Otitis sprachen auf eine Antirefluxtherapie an, 5 dieser Kinder waren jünger als 2 Jahre und hatten eine positive pH-Metrie.
[19]: Prospektive experimentelle Studie mit Kindern zwischen 2 und 18 Jahren, die wegen des Verdachtes auf eine chronische Nebenhöhlenerkrankung und gleichzeitigen möglichen Reflux vorgestellt wurden. 19 von 30 Kindern (63%) zeigten bei der Doppelkanal-pH-Metrie mit einer Sonde oberhalb des unteren Ösophagusphinkters und einer weiteren im Nasopharynx einen pathologischen GER, 6 dieser 19 Patienten zudem einen nasopharyngealen Reflux. 15 der 19 Patienten (79%) zeigten eine Symptomverbesserung mit Zufriedenheit der Eltern nach Therapie des GER. Die Autoren schlussfolgern, dass die Prävalenz des GER in dieser Gruppe der Kinder deutlich höher als erwartet war und die konservative Therapie zu einer Verbesserung der Symptome bei den meisten Patienten geführt hatte.
[20] : Retrospektive Studie mit 14 Kindern, die wegen refluxbedingter Erkrankungen im HNO-Fachgebiet mittels einer Nissen Fundoplikatio operiert wurden. Zwei Kinder im Alter von 16 Monaten bzw. 2 Jahren litten unter einer schweren chronischen Sinusitis / Otitis media. Nach der Operation hätten sich die Symptome komplett zurückgebildet.
[21]: Prospektive Fall-Kontroll-Studie mit 11 Patienten mit therapieresistenter chronischer Sinusitis (pathologisches CT und Beschwerden nach Therapie mit Antibiotika und topischen Steroiden) und 11 gesunden Probanden. Unter den Patienten fand sich ein signifikant höherer Anteil mit gastroösophagealem und gastropharyngealem Reflux als bei den Probanden (7 von 11 versus 2 von 11). Alle gemessenen pharyngealen Refluxepisoden traten in aufrechter Körperhaltung auf.
[22]: Retrospektive Fall-Kontroll-Studie mit allen Kindern der größten US-Kinderklinik, die zwischen 1996 und 2000 mit GERD ohne neurologische Erkrankungen gesehen wurden (1980 Kinder) sowie randomisiert ausgewählten Kontrollkindern (ratio 4:1 = 7920 Kinder). Bei der univariaten Analyse litten die Kinder mit GERD signifikant häufiger unter Sinusitis (4,2 % versus 1,4%; Odds-Ratio 3,2), nach Korrekturen hinsichtlich Alter, Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit ergab sich weiterhin ein signifikanter Zusammenhang mit einer Odds-Ratio von 2,3. Die Diagnose Sinusitis ergab sich aus der Codierung in der Krankenakte, wenn die ICD-9-CM Nummern 461.9, 473, 473.0, 473.2, 473.8, 473.9 vergeben waren.
[23]: Fall-Kontrollstudie mit 67 Patienten mit verschiedenen HNO-Erkrankungen und 34 Freiwilligen ohne ösophageale und laryngeale Symptome als Kontrollgruppe. Die Auswertung erfolgte retrospektiv, die Untersuchungen waren nach von der Ethik-Kommission genehmigten Protokoll durchgeführt worden. Alle Patienten unterzogen sich einer 3-Punkt-pH-Metrie mit Messung im Pharynx 2cm oberhalb des oberen Ösophagussphinkters und im proximalen und distalen Ösophagus. Die Prävalenz eines pharyngealen Refluxes betrug 34% bei Patienten mit den Symptomen einer chronischen Sinusitis (4 von 12) und 21% bei den Kontrollpatienten (7 von 34). Der Unterschied war nicht signifikant. Litten die Patienten unter einer posterioren Laryngitis und einer chronischen Sinusitis, fand sich ein pharyngealer Reflux in 67%, signifikant häufiger als bei den Kontrollpatienten.
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