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Diagnostik bei Infektanfälligkeit
Notwendige Anamnese (u.a.):
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Anzahl der jährlichen Infekte,
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Häufigkeit der Antibiotikagaben (von Patient und betreuendem Arzt abhängiges Kriterium),
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Allergien,
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Nikotingewohnheiten und bekannte lokale Probleme (Nasenatmung, Mittelohrentzündung, Sinusitis, Voroperationen),
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medikamentöse Therapie,
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Familienanamnese,
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Alkohol,
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Diabetes,
Differentialdiagnostisch muß vor einer z.T. teuren und aufwendigen immunologischen Labordiagnostik immer an lokale Störungen gedacht werden. Insbesondere Infektionen, die immer wieder am gleichen Ort auftreten, sprechen eher für ein lokales Problem als für einen angeborenen Immundefekt. Beispiele hierfür sind:
| Infektionsort |
Mögliche Ursache |
| Obere Atemwege |
Nasenfremdkörper
Choanalatresie
Adenoide
Allergische Rhinitis
Chronische Nasennebenhöhlenentzündung
Nasenpolypen |
| Ohren |
Adenoide |
| Untere Atemwege |
Zystische Fibrose
Ziliendyskinesiesyndrom
Bronchopulmonale Dysplasie
Asthma bronchiale
Ösophagotracheale Fistel
Bronchialfehlbildungen
Fremdkörperaspiration |
| Haut |
Ekzem, Verbrennungen |
| Meningen |
Neuroporus, Liquorfistel |
| Harnwege |
Reflux, Fehlbildungen |
Eine Infektanfälligkeit mit häufigen Infektionen des oberen Atemwegtraktes können in Verbindung stehen mit einer begleitenden oder zugrundeliegenden chronischen Nasennebenhöhlenentzündung (Rhinosinusitis) oder einer allergischen Rhinitis. Häufigere oder länger dauernde Entzündungen der Nasennebenhöhlen können durch Engstellen im Bereich der Ausführungsgänge der Nasennebenhöhlen begünstigt oder verursacht werden.
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Vollständige HNO-ärztliche Untersuchung mit Endoskopie der Nasenhöhlen und des Nasenrachens.
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Ggf. eine Computertomographie (CT) der Nasennebenhöhlen, wenn der Verdacht auf eine chronische Entzündung besteht.
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Allergietestungen, wenn der Verdacht auf eine allergische Entzündung der Nase besteht.
Besteht der klinische Verdacht, dass eine Abwehrschwäche vorliegen könnte, die nicht auf lokale Ursachen zurückzuführen ist, wird man eine orientierende Labordiagnostik durchführen.
Die Tests müssen sich nach den Problemen des Patienten richten, nicht umgekehrt!
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