Prof. Dr. med Rainer Weber Arzt für HNO-Heilkunde | Nasennebenhöhlen  |  Allergologe  |  Plastische Operationen

Tumoren - Onkologie

Tumoren-Onkologie

Folgende Beschwerden und Befunde müssen umgehend von einem HNO-Arzt untersucht werden und können Ausdruck einer Tumorerkrankung im Bereich der Nase und Nasennebenhöhlen und Schädelbasis sein

  • nur auf einer Seite auftretende Beschwerden

  • Nasenbluten

  • starke Kopf- oder Gesichtsschmerzen

  • Sehstörung

  • Taubheitsgefühl im Gesicht

  • Veränderung der Augenstellung oder Augenbewegung (doppelt sehen)

  • Schwellung im Gesicht, Stirn, Auge, Oberkiefer

  • atypisches Gewebe im Inneren der Nase

Im Nasenzentrum Marburg können wir durch den Einsatz von modernster Technik (HD-Videoendoskopie, intraoperative Navigation, Shaversysteme) notwendige Operationen unter optimalen Bedingungen durchführen.
Die Wahl des operativen Zugangsweges zur Entfernung eines gut- oder bösartigen Tumors hängt von der Art und Größe des Tumors, der jeweiligen Anatomie, der instrumentellen Ausstattung und der Erfahrung des Operateurs ab.
Häufig ist eine Operation durch die Nase ohne sichtbaren Schnitt von außen möglich.

Die häufigsten gutartigen Tumoren der Nasennebenhöhlen sind Osteome (gutartige Knochentumoren) und invertierte Papillome. 

Neben der vollständigen Tumorentfernung und der Beseitigung etwaiger eingetretener Komplikationen sind folgende Aspekte bei der operativen Therapie wichtig:

  • Die Erhaltung der Funktion der Nase, z.B. Klimatisierungsfunktion, Riechfunktion,

  • die Vorbeugung vor operativen Spätfolgen, die erneute Operationen nach sich ziehen

  • die Minimierung der Belastung des Patienten durch die Operation selbst und nicht zuletzt

  • die Beachtung kosmetischer Aspekte mit Vermeidung einer Entstellung des Patienten.

 
Die häufigsten bösartigen Tumoren sind: 

  • sogenannte Plattenepithelkarzinome, 

  • Adenokarzinome (auch als Berufskrankheit bei Schreinern möglich), 

  • Ästhesioneuroblastome, 

  • Lymphome, 

  • Metastasen anderer Tumoren. 

Bei den bösartigen steht die vollständige Tumorentfernung und Heilung an erster Stelle. Die anderen oben genannten Aspekte stehen an nachgeordneter Stelle, fließen jedoch in die Therapie mit ein. 
Durch die Zusammenarbeit mit den anderen Fachdisziplinen im Rahmen des Tumorboards und des Schädelbasiszentrums gewährleisten wir die bestmögliche Therapie.

 
Osteom ösartiger Tumor der Nasennebenhöhlen (*, Adenokarzinom) mit Ausdehnung bis zur Schädelbasis und Augenhöhle

Invertiertes Papillom der Nasennebenhöhlen links (typische maulbeerartige Oberfläche)
Invertiertes Papillom der Nasennebenhöhlen links (typische maulbeerartige Oberfläche)

Osteom (*, CT-Bild) in Siebbein und Stirnhöhe (endonasale Operation möglich) Invertiertes Papillom der Nasennebenhöhlen links (typische maulbeerartige Oberfläche)
Eigene veröffentlichte Bücher zu diesem Thema:
  • Hosemann W, Weber R, Keerl R, Lund V (2000) Minimally invasive endonasal sinus surgery. Thieme, Stuttgart New York

Eigene Veröffentlichungen zu diesem Thema:
  • Weber RK, Werner JA, Hildenbrand T. Endonasal endoscopic medial maxillectomy with preservation of the inferior turbinate. Am J Rhinol Allergy. 2010;24:132-5.
  • Draf W, Schick B, Weber R, Keerl R, Saha A (2000) Micro-endoscopic surgery of the paranasal tumors. In: Stamm AC, Draf W (Ed.) Microscopic and endoscopic surgery of the nose and sinuses. Springer Heidelberg New York, S. 481-488.
  • Draf W, Weber R, Keerl R (1995) Endonasale Chirurgie von Tumoren der Nasennebenhöhlen und Rhinobasis. Medizin im Bild 2:13-17.
Viele gutartigen und manche bösartigen Tumoren können durch die Nase (endonasal endoskopisch) erfolgreich operiert werden (z.B. Osteome, Papillome, Adenokarzinome).

© Prof. Dr. med. Rainer Weber